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Forensische Wertstromanalyse

Der vom FTT geschöpfte Fachausdruck der Forensischen Wertstromanalyse beschreibt Produktionsleitsysteme (MES), die sicher miteinander kommunizieren. Wertstromanalyse ist ein gängiges Instrument, um Ressourcenverschwendung in Unternehmen zu identifizieren. Während das Verständnis im Hinblick auf Wertstromanalyse ausgereift ist, stellt Sicherheit eine untergeordnete Rolle dar.

Auf Expertentreffen ist immer wieder feststellbar, dass sich insbesondere Unternehmen des deutschen Mittelstands nicht im Klaren darüber sind, welche immensen Gefahren von mangelnder IT-Sicherheit ausgehen.

Tatsächlich kann der Fortbestand einer traditionsreichen Firma gefährdet sein, da chipbesonders das produzierende Gewerbe auf computergestützte Wertstromanalyse und Internetanbindung angewiesen ist, um trotz der vergleichsweise hohen Löhne in Deutschland weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Im schlimmsten Fall werden Informationen durch einen Cyber-Angriff gegen ein Unternehmen gestohlen und dazu verwendet, ein Abbild der Produktion für die Konkurrenz zu errichten. Beispielsweise werden Informationen über Typ, Anordnung und Programmierung von CNC-Maschinen gestohlen. Die möglichen Folgen einer globalisierten und international vernetzten Welt sind längst Realität. Michael George vom Landesamt für Verfassungsschutz betont als Leiter des CyberAllianz-Zentrums, dass „der Rohstoff in Deutschland […] unser Ideenreichtum“ ist. Gelangen Angreifer in ein Firmennetz, nehmen sie Ideen, technisches Wissen und strategische Informationen mit – und sind damit nicht nur für die Firmen selbst eine Gefahr, sondern auch für die Volkswirtschaft. „China versucht seinen Technologierückstand aufzuholen – mit allen Mitteln“ warnt George.

Wertstromanalyse 1)http://www.wertstromdesign.de/wertstromanalyse.html

Die Wertstromanalyse ist eine betriebswirtschaftliche Methode zur Verbesserung der Prozessführung in Produktion und Dienstleistung. Sie wird auch als Wertstromaufnahme eines Ist-Zustandes bezeichnet, engl. Value stream mapping (VSM). Dieser erste Verfahrensschritt des sogenannten Wertstrommanagements (Value Stream Management) liefert ein Modell der Material-und Informationsflüsse der einzelnen Wertströme. In der Analyse werden die nicht-wertschöpfenden Prozesse identifiziert. Im folgenden Entwurfsansatz wird im Rahmen eines Wertstromdesigns ein verbesserter Wertstrom gestaltet, bei dem die nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten und unnötige Liegezeiten eliminiert sind. Der vergleichbare Ansatz im Dienstemanagement minimiert nicht die Liegezeiten, sondern die einzelnen Wartezeiten zwischen den Verrichtungen. Insbesondere im Toyota-Produktionssystem ist das Eliminieren der (Zeit-)Verschwendung ein wichtiger Baustein. Das japanische Wort für Verschwendung ist Muda, das Verfahren zur Beseitigung der Verschwendung ist die sogenannte Muda-Elimination. Zur Bewerkstelligung der Modellierung des Wertstroms in Echtzeit werden EDV-gestützte Lösungen als Manufacturing Execution System (MES) eingesetzt.

Manufacturing Execution System (MES) 2)https://de.wikipedia.org/wiki/Manufacturing_Execution_System

MES bilden für den jeweiligen Prozess der konkreten Produktionsaufgabe die detaillierten Abläufe unter Bindung von Ressourcen auf ein EDV-System ab. Als Manufacturing Execution System (MES) wird eine prozessnah operierende Ebene eines mehrschichtigen Fertigungsmanagementsystems bezeichnet. Oft wird der deutsche Begriff Produktionsleitsystem synonym verwendet. Das MES zeichnet sich gegenüber ähnlich wirksamen Systemen zur Produktionsplanung, den sog. ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning), durch die direkte Anbindung an die verteilten Systeme der Prozessautomatisierung aus und ermöglicht die Führung, Lenkung, Steuerung oder Kontrolle der Produktion in Echtzeit. Dazu gehören klassische Datenerfassungen und Aufbereitungen wie Betriebsdatenerfassung (BDE), Maschinendatenerfassung (MDE) und Personaldatenerfassung, aber auch alle anderen Prozesse, die eine zeitnahe Auswirkung auf den Fertigungs-/Produktionsprozess haben. Produktionsleitsysteme sind maßgeschneiderte Software-Lösungen, da sie die individuellen Prozessabläufe im Unternehmen durch das Sammeln von Daten, insbesondere von CNC-Maschinen, erfassen.

CNC-Maschinen (Computerized Numerical Control) 3)https://de.wikipedia.org/wiki/CNC-Maschine

CNC-Maschinen (Computerized Numerical Control) sind Werkzeugmaschinen, die durch den Einsatz moderner Steuerungstechnik in der Lage sind, Werkstücke mit hoher Präzision auch für komplexe Formen automatisch herzustellen. Sie übertreffen mechanisch gesteuerte Maschinen in Präzision und Geschwindigkeit.

Einzelnachweise   [ + ]